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Makula-Treff im Februar 2015

Makulatreff Februar 2015-01

Rund 70 Besucher_innen applaudierten mehrfach nach den Ausführungen und Antworten von Dr. Böker, Chefarzt der städtischen Augenklinik, am 3. Februar im Blickpunkt. 90 Minuten verfolgten sie hochkonzentriert die Darbietung. Es war eher „Gesundheitsmagazin Praxis Auge“, anschaulich, pointiert und vor allem den Menschen mit ihren Sorgen zugewandt.

Kernaussagen waren: Gelenke, Muskeln und Gewebe unterliegen einem Alterungsprozeß, so auch die Zellen des Auges. Unterschiedlich schnell und intensiv.

Die trockene Makula-Degeneration führt in der Regel nicht zur Erblindung. Das nichtbetroffene Gesichtsfeld ermöglicht meistens eine eigenständige Orientierung, auch wenn diese eingeschränkt ist.

Eine nicht behandelte feuchte Makula-Degeneration führt in der Regel innerhalb von 3 bis 6 Monaten zur Erblindung .

Bei Zwei Dritteln der Patienten, die eine Spritzentherapie bei der feuchten MD erhielten, ist ein Stillstand nachzuweisen. Bei 25 bis 40 % wurde eine Verbesserung erzielt. Bei einer kleinen Gruppe konnte kein Stillstand erreicht werden.

Regelmäßige Kontrollen und Nachuntersuchungen sind dringend anzuraten.

Die anfänglich großen Hoffnungen auf die Bestrahlung nach der Oraya-Therapie für die feuchte MD haben sich nicht erfüllt. Im Einzelfall ist der Einsatz dieser Therapie gut abzuwägen.

Bei der Wirkstoffsuche für die trockene MD tut sich aufgrund des riesigen Marktes sehr viel. Die Augenmediziner hoffen auf Therapiemöglichkeiten in den nächsten ein bis zwei Jahren.

Die Stammzellenforschung ist noch nicht so weit, dass Ergebnisse zur Verfügung stehen. Dies ist auch für die nächsten Jahre nicht absehbar.

Die Entfernung des grauen Stars bei MD hat keine negative Auswirkung auf deren Verlauf. Auch wenn es in den letzten Jahren eine routinierte Standardoperation geworden ist, gilt auch hier: Es gibt keinen operativen Eingriff ohne Risiko. Eine Entscheidung hierüber kann ausschließlich der Patient treffen. Er sollte sich vorher gut informieren.

Hierbei sollte nicht nur an eine mögliche Verbesserung der Sehschärfe gedacht werden. Auch wenn die Sehschärfe gleich bleibt, kann es durch die sogenannte „Aufhellung“ zu einer deutlichen Verbesserung des Dämmerungssehens kommen.

Nahrungsergänzungsmittel sind ausdrücklich keine Therapie. Wer nicht eine ausgewogene Ernährung mit viel grünen Salaten und Gemüse hinbekommt, kann sich für die Einnahme dieser Ergänzungsmittel entscheiden, deren Kosten er in der Regel selber trägt.

Rednertisch

Wir freuen uns über den guten Zuspruch zu unserer Veranstaltung und laden Sie herzlich zum nächsten Makula-Treff am 7. April ein.



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