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Zwischen Drachen und der fünften Regel

Eine Woche nach der ersten folgte am 21. September gleich die zweite Borsigplatz-Verführung als Sommerausflug des BSVDo. Richard Schmidt schildert seine Eindrücke.

Der Muezin ruft.

Ich hatte mich für die zweite Borsigplatz-ver-führung entschieden, entdeckte Begreifbares im Skulpturenatelier von Almut Rybarsch-Tarry. Phantasievolle Drachen, mal mit zwei Mäulern, mal mit anderen Fabelwesen in Kombination. Ein Hexenbesen der besonderen Art, eine Schlange als Stiel, ein Wolf, Hahn, Tiere, die den Menschen immer wieder Angst eingeflößt haben. Fließende, stilisierte, verfremdete Frauenskulpturen, alles sehr gefällig, aus Künstlerbeton, poliert, lackiert, die meisten aufgrund von Größe und Gewicht nicht für mein Wohnzimmer geeignet, leider, leider.

Der muschkara Nussladen direkt am Borsigplatz wird für mich zukünftig ein absolutes Muss werden, Früchte, umhüllt von unterschiedlich gewürzten Schokoladen, Dutzende von köstlichen Nüssen und Kleingebäcken, mein Rucksack war anschließend gut gefüllt, mein Portemonnaie deutlich
leichter.

Dort begrüßte uns Mehmet, ein fließend mehrsprachiger junger, islamischer Theologe, auf dem Weg zum Gebetsraum freundlich, unterhaltsam, fürsorglich, hilfsbereit und bei seiner einführung in die 5 islamischen Grundregeln klar und verständlich. In den hinteren Reihen lauschten wir dann dem Ruf des Muecinss, hörten den Gebeten der Gläubigen zu und bekamen ganz handfest die fünfte Regel der Gläubigen Mit: Acht Mitglieder der Gemeinde wurden zur Fahrt nach Mekka mit Predigt und Gebeten verabschiedet, sie kommen hoffentlich gesund als Haci’s wieder zurück.

Mächtig viele Eindrücke in 4 Stunden, Beine zu Hause auf die Couch hochlegen und mich den erworbenen Köstlichkeiten widmen, Danke sehr an die Borsigplatz-ver-führerin, Annette Kritzler.



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